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stockner
 
Dr. Ingrid Stockner
Innere Medizin, Angiologie
 

Curriculum

1980 Promotion an der Medizinischen Universität Wien
1989 Facharztdiplom für Innere Medizin an der Universität Padua
2000 Diplom im Zusatzfach Angiologie an der Universität Innsbruck
1986 - 2001 Leitender Arzt 1. Ebene an der II. Medizin im Krankenhaus Bozen
2002 - 2009 Primar-Stellvertreter
bis 2012 Leiterin der einfachen Struktur für Klinische Angiologie an derselben Abteilung
Seit 2012 Mitglied dieser Praxisgemeinschaft



Zusätzlich zu meiner breiten internistischen Erfahrung habe ich Spezialkenntnisse auf folgenden Gebieten:

  • Echo Color Doppler Untersuchung von Arterien und Venen
  • Diagnostik und Behandlung von Thrombosen, arteriellen Durchblutungsstörungen, TIA und Schlaganfall
  • Abklärung von Synkopen und Schwindel
  • Abklärung und Therapie der Hypertonie

Angiologie

Venenerkrankungen - Funktion der Venen

Das Blut fließt durch die Venen zurück zum Herzen. Da die Venen keine eigene Muskulatur besitzen, erfolgt der Rückstrom durch Kompression der Venen durch die Muskulatur sowie durch den Sog bei der Einatmung. Venenklappen sorgen dafür, dass das Blut nicht zurückfließen kann

Ist der Druck der Blutsäule in den Venen sehr groß, dann leiert die Venenwand aus und die Klappen schließen nicht mehr vollständig. Dies führt zu einer zusätzlichen Erweiterung der Venen.

Wir unterscheiden zwischen den oberflächlichen Venen, welche bei Erweiterung als Krampfadern sichtbar werden, und den tiefen Venen welche in der Muskulatur verlaufen.

Die wichtigsten Venenerkrankungen sind:

  • Die tiefe Beinvenenthrombose
  • Die Entzündung der oberflächlichen Venen (= Thrombophlebitis)
  • Die chronisch venöse Insuffizienz

Die tiefe Beinvenenthrombose

Es handelt sich um die wichtigste Erkrankung der Venen, die einer sofortigen Behandlung bedarf. Dabei bildet sich ein Thrombus (=Blutgerinnsel) in den Venen, der das Gefäß zum Teil oder ganz verschließt. Besonders häufig bildet sich ein Blutgerinnsel in den Becken- und Beinvenen. Wird ein solches Gerinnsel mit dem Blutstrom verschleppt, kommt es zur Lungenembolie, welches die gefürchtetste Komplikation der Thrombose ist.

Der Verlauf der Lungenembolie hängt von der Größe des verschleppten Gerinnsels und von der Anzahl der verstopften Lungenarterien ab und kann unter Umständen auch zum Tod führen. Nach Herzinfarkt und Schlaganfall stellt die Lungenembolie die dritthäufigste Todesursache bei Herz-Kreislauferkrankungen dar.


Risikofaktoren für eine Thrombose

1. Verlangsamter Blutfluss:
Bei Bettlägerigkeit oder Ruhigstellung einer Extremität z.B. mittels Gipsverband, fällt die Muskelpumpe aus und dadurch verlangsamt sich der Blutfluss. Auch die Kompression von außen (z.B: Tumor im Beckenbereich) kann die normale Zirkulation beeinträchtigen.

2. Verletzungen der Venenwand:
Durch Traumen oder Operationen kann die Venenwand verletzt werden und es kann zur Aktivierung der Blutgerinnung kommen.

3. Veränderung der Zusammensetzung des Blutes:

Diese wird bewirkt durch:

  • Schwangerschaft
  • Hormonpräparate bei Wechseljahrbeschwerden
  • Hormonpräparate zur Empfängnisverhütung
  • Schwere Erkrankungen mit längerer Bettlägerigkeit
  • Krebserkrankungen
  • Angeborene Gerinnungsstörungen
  • Erworbene Gerinnungsstörungen

In 40 % der Fälle tritt die Thrombose ohne eine erkennbare Ursache auf (sogenannte idiopathische Thrombose)

Symptome/Anzeichen:

Die Symptome sind leider nicht immer eindeutig und können bei bettlägerigen Patienten auch ganz fehlen.

Anzeichen für eine Thrombose sind:

  • Einseitige Schwellung einer Extremität
  • Schmerzen in der Wade beim Auftreten
  • Überwärmung des geschwollenen Beines
  • Spannungsgefühl
  • Betonte oberflächliche Venenzeichnung und Blaufärbung des betroffenen Beines

Wenn eines dieser Symptome vorhanden ist, sollten sie dringend einen Arzt aufsuchen.


Untersuchungsmethoden

1) Computer - Tomographie:

Ein dickes Bein und Atemnot weisen auf eine Lungenembolie hin, welche rasch mittels Computer-Tomographie diagnostiziert werden kann. Sie beinhaltet jedoch eine Strahlenbelastung für den Patienten und erfordert die Verabreichung eines Kontrastmittels. Bei Personen mit Niereninsuffizienz und Schilddrüsenüberfunktion kann diese Untersuchung problematisch sein.

2) Lungen-Szintigraphie:
Sie stellt eine Alternative zur Computer - Tomographie dar. Sie ist meist nur in größeren Krankenhäusern möglich und steht meist nicht notfallmäßig zur Verfügung. Auch diese geht mit einer Strahlenbelastung einher, die aber geringer ist als jene der Computer - Tomographie.

3) Echo Color Doppler:
Mit dieser Methode hingegen lassen sich Beinvenenthrombosen risiko- und strahlenfrei feststellen. Die Treffsicherheit, vor allem im Unterschenkelbereich hängt dabei von der Erfahrung des Arztes ab.

4) Phlebographie:
Darunter versteht man die Injektion von Kontrastmittel in die Venen. Diese Untersuchung ist nur in den seltensten Fällen notwendig und bedient sich ebenfalls der Röntgenstrahlen.


Therapie:

Ort:
Die Behandlung der tiefen Beinvenenthrombose sowie leichter Formen der Lungenembolie erfolgt heute nach Möglichkeit ambulant.Eine stationäre Aufnahme ist nur für Patienten notwendig, die eine mittelschwere bis schwere Lungenembolie haben, an zahlreichen Begleiterkrankungen leiden oder für älteren Patienten, bei denen die Mitarbeit nicht gewährleistet ist.

Ziel:
Das oberste Ziel der Therapie ist die Verhinderung der Lungenembolie; erst in zweiter Linie soll damit auch das postthrombotische Syndrom, das sich meist erst nach Jahren einstellt, verhindert werden.

Ablauf:
Zu Beginn der Therapie erhält der Patient 5- 7 Tage lang 1 -2 x täglich eine Heparin - Spritze unter die Haut; deren Wirkung setzt sofort ein. Überlappend wird die Therapie mit gerinnungshemmenden Tabletten (Coumadin oder Sintrom) begonnen.
Da deren Wirkung verzögert eintritt, muss das Heparin solange verabreicht werden, bis der INR-Werte (Messwert für die Blutverdünnung) zwischen 2 und3 liegt. Erst dann darf das Heparin abgesetzt werden.

Während dieser Therapie muss der Patient keine Bettruhe einhalten und kann seine täglichen Aktivitäten verrichten. Längere Belastungen sollten in den ersten 1-2 Wochen vermieden werden, da sie häufig zu Schmerzen führen.

Dauer:
Die gerinnungshemmende Therapie muss je nach Ausdehnung und Ursache der Thrombose 3-6 Monate lang eingenommen werden.In einigen Fällen muss die Behandlung aber auch langfristig (d.h. über Jahre) erfolgen. Dies hängt vom Risiko eines erneuten Auftretens einer Thrombose ab.

Kompressionsstrumpf:
Zusätzlich zur oben genannten medikamentösen Therapie kommt noch der Kompressionsstrumpf zur Anwendung. In den meisten Fällen genügt ein Kniestrumpf der 2. Kompressionsklasse. Zu Beginn vermindert er die Schwellung und die Schmerzen im Bein; im weiteren Verlauf dient er dazu, das Auftreten von Hautveränderungen und offenen Wunden zu verhindern. Er muss nur während des Tages am betroffenen Bein getragen werden.

Nach 6 Monaten kann ein Auslassversuch unternommen werden. Wenn das Bein nicht anschwillt und keine Beschwerden auftreten, kann der Kompressionsstrumpf definitiv weggelassen werden, ansonsten sollte er 2 Jahre lang weitergetragen werden. Patienten, die bereits ein postthrombotisches Syndrom haben, müssen den Strumpf über Jahre tragen.

Fragen und Antworten:

Kann ich mit einer Thrombose längere Flugreisen unternehmen?
Die medikamentöse Vorbeugung kommt - wenn überhaupt- nur für Flüge von mindestens 8 -10 Stunden Dauer in Frage. Auch ist sie nur für Patienten mit Krampfadern oder einer stattgehabten Thrombose zu empfehlen. Meist reicht das Tragen eines Kompressionsstrumpfes aus; auch sollte der Patient während des Fluges immer wieder die Beine bewegen. Es konnte nicht nachgewiesen werden, dass eine Heparinspritze subkutan einen besseren Thromboseschutz gewährleistet.

Kann die Pille weiter eingenommen werden?
Die Pille erhöht das Risiko für eine Thrombose nur im erstenJahr der Einnahme. Wenn das Ereignis erst nach mehreren Jahren eintritt, kann nicht die Pille dafür verantwortlich gemacht werden.

Muss die Therapie während einer Schwangerschaft abgebrochen werden?
Die oralen Antikoagulantien sind während der Schwangerschaft kontraindiziert, da sie in einigen Fällen zu fetalen Missbildungen führen können. Deswegen muss während der Dauer der Antikoagulation sicher verhütet werden. Am besten soll in dieser Zeit die Pille weitergenommen werden, da durch die gerinnungshemmenden Medikamente das Thromboserisiko ausgeglichen wird.

Antikoagulation

INFORMATIONSBROSCHÜRE FÜR PATIENTEN IN ORALER ANTIKOAGULATIONSTHERAPIE

 

Die Einnahme der Tabletten : Coumadin oder Sintrom

Die Einnahme des Medikamentes (Sintrom oder Coumadin) erfolgt abends ungefähr zur selben Zeit. Wir empfehlen die Einnahme gegen 17 Uhr bzw. eine Stunde vor dem Abendessen.

Die Tabletten können, je noch verordneter Dosis, geviertelt oder halbiert werden. Vermerken Sie die erfolgte Einnahme mit einem Haken auf dem Therapieplan!

 

In den ersten zwei Wochen nach Beginn der Therapie sind engmaschige Kontrollen der Blutgerinnung notwendig. Sobald der Wert stabil ist, werden Sie nur mehr alle 4 Wochen einbestellt. Nur die Bestimmung des INR-Wertes gibt uns Auskunft, ob wir uns im therapeutischen Bereich befinden. Eine Dosisreduktion oder –Steigerung hat nichts mit Ihrem Gesundheitszustand zu tun, sondern besagt nur, dass der Wert nicht im Zielbereich liegt.

 

Dieser muss bei den meisten Patienten zwischen 2-3 sein, einige wenige Krankheiten erfordern einen INR-Wert von 3-4.

Sollten Sie einmal die Einnahme ihrer Sintrom- oder Coumadintabletten vergessen haben, nehmen Sie die Tablette sofort oder spätestens am nächsten Morgen ein.

 

Der Befund:

Das Ergebnis der Blutuntersuchung (früher auch Quick Wert genannt) wird als INR angegeben (=international normalized ratio). Der INR-Wert während der Therapie sollte zwischen 2.0 – 3.0 liegen (der Normalwert liegt bei ca. 1.0). Je höher der INR-Wert, desto stärker ist die Blutgerinnung gehemmt.

 

Therapiedauer:

Die Dauer der Behandlung mit Coumadin oder Sintrom wird vom behandelnden Arzt festgelegt. Im allgemeinen bedürfen Patienten mit Erkrankungen des Herzens und mit Klappenprothesen einer zeitlich nicht begrenzten Therapiedauer. Bei Beinvenenthrombose und Lungenembolie ist die Antikoagulantientherapie meist zeitlich begrenzt.

 

 

Allgemeine Informationen:

 

Einnahme anderer Medikamente:

Da einige Medikamente die Wirkung des Coumadin oder Sintrom beeinflussen, ist es sehr wichtig, vor der Verordnung eines neuen Medikaments Rücksprache mit ihrem Hausarzt oder dem Arzt Ihres Vertrauens zu treffen. Unbedingt zu vermeiden ist die Einnahme von Aspirin (oder anderer azetylsalizylsäurehaltiger Medikamente), da diese das Blutungsrisiko erhöhen. Sollten Sie Fieber oder Schmerzen haben, wird die Einnahme von Paracetamol (= Tachipirin) empfohlen.

 

Intramuskuläre oder subkutane Injektionen:

Wegen der Blutungsgefahr sind intramuskuläre. Injektionen nicht erlaubt. Subkutane Injektionen sind dagegen unter bestimmten Vorsichtsmaßnahmen möglich.

 

Blutungen und Unfälle:

Bei kleinen Verletzungen ist eine angemessene Kompression (=Druckverband) angezeigt. Wenn die Blutung stark oder nicht mehr kontrollierbar ist, raten wir Ihnen, sich an den behandelnden Arzt oder an die Erste Hilfe zu wenden. Bei Nasenbluten ist dieselbe Verhaltensweise angezeigt. Im Falle von größeren Traumen (nach Unfallen mit dem Auto oder nach Stürzen) raten wir Ihnen, sich sofort an die nächstgelegene Erste Hilfe Station zu wenden. Machen Sie den Arzt darauf aufmerksam, dass Sie antikoaguliert sind. Bei kleinen Verletzungen ist eine angemessene Kompression (= Druckverband) angezeigt. Wenn die Blutung stark oder nicht mehr kontrollierbar ist, raten wir ihnen, sich an den behandelnden Arzt oder an die Erste Hilfe.

 

Zahnarzt:

Sollten Sie eine Zahnbehandlung benötigen, informieren Sie den Zahnarzt , dass sie gerinnungshemmende Medikamente einnehmen.

 

Krankenhausaufenthalt:

Sollten Sie stationär aufgenommen werden, informieren Sie auch den Krankenhausarzt, vor allem aber den Chirurgen, dass sie gerinnungshemmende Medikamente einnehmen.

Weiters ist es wichtig, dass Sie bei einem Notfall immer Ihren Therapieplan mit der verordneten Therapie bei sich haben.

 

Essen und Trinken:

Die Einnahme der Coumadin- oder Sintrom Tabletten erfordert keine bestimmte Diät. Deshalb können Sie mit ihrer gewohnten Ernährung fortfahren. Müssen Sie aber eine Diät einhalten, bitten wir Sie, uns darüber zu informieren.

 

Alkohol kann in Maßen genossen werden. Größere Mengen können einen negativen Einfluss auf die gerinnungshemmendeTherapie habe.

 

Ferien

Sollten Sie einen Urlaub geplant haben, bitten wir Sie uns dies mitzuteilen; falls möglich kann die Therapie  bis zu ihrer Rückkehr programmiert werden. Bei nicht gut eingestelltem INR-Wert müssen Sie evtl. eine Blutabnahme an ihrem Urlaubsort durchführen und uns den Wert zufaxen. Wir faxen Ihnen dann Ihr neues Therapieschema an den Urlaubsort zurück.

Schwindel

Der Schwindel ist nach dem Kopfschmerz das zweithäufigste Leitsymptom in der Neurologie, aber auch in der internistischen Praxis kommt das Symptom Schwindel sehr häufig vor. So klagen 40% der über achtzigjährigen Patienten über Schwindel.
Die meisten Schwindelerkrankungen lassen sich aufgrund einer sorgfältigen Anamnese und körperlichen Untersuchung diagnostizieren und benötigen keine aufwendigen instrumentellen Untersuchungen.
Der Großteil der Schwindelsyndrome hat eine gutartige Ursache, einen günstigen Verlauf und können erfolgreich therapiert werden.

Wir unterscheiden den physiologischen Reizschwindel (Reisekrankheit, Höhenkrankheit) vom pathologischen Läsionsschwindel (Vestibulariskerne, Vestibulariskerngebiet, Kleinhirn).

Im folgenden eine Übersicht über die Häufigkeit der einzelnen Schwindelformen:

  1. Benigner peripherer paroxysmaler Lagerungsschwindel BPPV 18,8%
  2. Phobischer Schwankschwindel 16,0 %
  3. Zentraler vestibulärer Schwindel 13,2%
  4. Vestibuläre Migräne 9,1%
  5. Neuritis vestibularis 7,9%
  6. Morbus Meniere 7,4%
  7. Bilaterale Vestibulopathie 3,6%
  8. Somatoformer Schwindel 3,5%
  9. Vestibularisparoxysmie 2,7%


Als Schwindel bezeichnet man entweder eine unangenehme Störung der räumlichen Orientierung oder die fälschliche Wahrnehmung einer Bewegung des Körpers (Drehen und Schwanken).

 


Das wichtigste bei einem Patienten mit Schwindel ist die genaue Erhebung der Anamnese.
Dabei muss auf 4 Punkte eingegangen werden:

1) Art des Schwindels

 

2) Dauer des Schwindels

 

3) Auslösbarkeit/Verstärkung/Besserung des Schwindels

 

4) Begleitsymptome

 

Nach der Erhebung der Anamnese erfolgt die klinisch-neurologische Untersuchung, wobei vor allem auf ruckartige Augenbewegungen (=Nystagmus) geachtet wird und die gleitende Blickfolge sowie die exakten Blicksprünge (=Sakkaden) beurteilt werden.
Die vestibulospinalen Funktionen werden mittels Rombergversuch ( Stehen mit geschlossenen Augen), dem Gang mit offenen und geschlossenen Augen sowie dem Tandemgang beurteilt.
Auch soll ein orientierender Hörtest erfolgen sowie eine komplette neurologische Beurteilung, falls eine zentrale Schwindelursache vermutet wird.

Falls notwendig schliessen sich dann instrumentelle Untersuchungen an:

  • CT- oder Magentresonanz des Gehirns
  • Echo Color Doppler der hirnversorgenden Gefäße
  • Elektronystagmographie und Videooculographie
  • okulär vestibulär evozierte Potentiale.
  • Posturographie
  • Ganganalyse

Synkope

Unter Synkope versteht man einen kurzzeitigen Bewusstseinsverlust, der mit einer Muskelerschlaffung einhergeht (d.h. der Patient stürzt zu Boden oder sackt zusammen).
Die Synkopen können in jedem Alter, sowohl bei gesunden als auch kranken Personen auftreten und haben im allgemeinen eine gute Prognose.
Aufgabe des Arztes ist es, die sog. gutartigen Synkopen von jenen zu unterscheiden, die ein gesundheitliches Risiko beinhalten und einer spezifischen Therapie zugänglich sind.


Wir unterscheiden 4 Arten von Synkopen:

1) Die neuromediierten (früher vasovagalen) Synkopen
Diese sind am häufigsten und treten das erste Mal  im jugendlichen Alter auf. Sie können sich dann im Erwachsenenalter oder auch in fortgeschrittenem Alter wiederholen.
In bestimmten Situationen treten sie besonders häufig auf: bei langem aufrechten Stehen in überfüllten Räumen, Blutabnahmen , Schmerzen, psychischem Stress usw. Sie sind an und für sich gutartig, der Sturz kann aber zu Verletzungen führen.
Die Prognose ist ausgezeichnet, die Häufigkeit geht im Erwachsenenalter zurück.

2) Die orthostatischen Synkopen

Diese treten vorwiegend bei älteren Patienten beim Aufstehen aus dem Liegen oder Sitzen oder nach längerem Stehen auf.
Da sich die Gefäße in den Beinen mit fortschreitendem Alter nicht mehr so rasch zusammenziehen, versackt das Blut in den Beinen. Es kommt zu einem Blutdruckabfall im Stehen, dies führt zu einer Minderduchblutung des Gehirns und damit zu einem Bewußtseinsverlust.
Diese Synkopen treten bei verschiedenen neurologischen Erkrankungen (diabetische Polyneuropathie, Mb. Parkinson usw.) auf . Sehr häufig werden sie durch Medikamente, die im Alter verschrieben werden, verursacht (Alpha-Blocker bei Prostataproblemen, Diuretika usw.)

3) Die kardialen Synkopen

Diese sind auf eine Schwäche des Herzmuskels nach einem abgelaufenen Infarkt, auf Erkrankungen der Herzklappen oder auf Rhythmusstörungen zurückzuführen und haben eine ernste Prognose.

4) Die zerebrovaskulären Synkopen

Dabei kommt es durch eine Verengung mehrerer Hirnarterien zu einer diffusen Minderduchblutung des Gehirns. Diese Synkopen sind sehr selten und dürfen nicht mit dem Schlaganfall verwechselt werden. Letzterer führt zu einer umschriebenen Durchblutungsstörung und geht nicht mit einem Bewusstseinsverlust einher.

Krankheitsbilder, die mit einer Synkope verwechselt werden können, sind die Unterzuckerung, der epileptische Anfall sowie psychiatrische Erkrankungen.


Diagnose

Wie beim Schwindel führt auch bei der Synkope die genaue Erhebung der Anamnese bereits zur Diagnose.
 

Untersuchungen
Bei der Erstvisite müssen immer folgende Befunde erhoben werden:

  • Gründliche Untersuchung des Patienten unter besonderer Beachtung von Blutdruck (im Liegen und Stehen ) und Herzgeräuschen
  • Ruhe-EKG
  • Basislaborwerte: Blutbild , Nierenfunktion , Serumelektrolyte
  • Echokardiogramm.

    Je nach Ursache der Synkope schließen sich dann weitere Untersuchungen an:
  • 24-Stunden-Blutdruckmessung
  • 24-Stunden-EKG
  • Belastungs-EKG
  • Echo Color Doppler der hirnversorgenden Gefäße
  • Carotissinusmassage
  • Kipptischuntersuchung (zur Diagnose der neuromediierten Synkopen).
  • implantierbarer Loop-Recorder (wird unter die Haut implantiert, zeichnet den Herzrhythmus während der Synkope auf).

 

Therapie
Die kardialen Synkopen bedürfen einer spezifischen Therapie (meist Herz-Schrittmacher oder Defibrillator).
Bei der orthostatischen Synkope muss die medikamentöse Therapie abgeändert werden. Zusätzlich können Kompressionstrümpfe verordnet werden.
Die wichtigste Maßnahme besteht aber im langsamen Aufstehen aus dem Liegen mit Verweilen in der sitzenden Position für einige Minuten.
Für die neuromediierten Synkopen gibt es keine spezifische pharmakologische Therapie.

Wenn vorhanden, muss der Patient die Warnsymptome beachten und sich rechtzeitig hinlegen oder in die Hocke gehen. Auslösende Situationen sollten nach Möglichkeit vermieden werden; auch muss der Patient viel trinken und die Speisen gut salzen.

Dr. Stockner kontaktieren

Sie erreichen mich persönlich unter der Emailadresse stockner@medintern.it oder direkt unter dem nachfolgenden Kontaktformular:


 
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